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Der ini.KAB-Ansatz:

Passgenaue Weiterbildung zur Kommunikations- und Arbeitsassistenz


Schwerhörigkeit und Ertaubung kann im Laufe des Lebens durch Arbeitsbedingungen, Krankheit, Unfall oder im Rahmen von Alternserscheinungen jeden treffen. Aufgrund des demographischen Wandels steigt die Zahl der Hörgeschädigten im Erwerbsleben.

  • Wie kann trotz der unsichtbaren Behinderung die Teilhabe am Arbeitsleben, der Zugang zu interessanten Tätigkeiten und die berufliche Weiterentwicklung ermöglicht werden?
  • Für Schwerhörige, CI-Träger und Spätertaubte kann Kommunikations- und Arbeitsassistenz ein geeignetes Mittel sein, auf das sogar ein Rechtsanspruch besteht.


Allerdings gab es bis 2009 keine Untersuchung des Tätigkeitsfeldes, des Berufsbildes und auch keine qualifizierte Ausbildung!

Die modellhafte Initiative „ini.KAB“ hat 2009/2010 erstmalig den Einsatz von Arbeitsassistenz für lautsprachlich orientierte Berufstätige mit Hörschädigung untersucht und mit dem „ini.KAB-Ansatz“ die erste Weiterbildung zur Kommunikations- und Arbeitsassistenz entwickelt.
Erarbeitet wurde der ini.KAB-Ansatz an der Ruhr-Universität Bochum durch Arbeitswissenschaftler des Lehrstuhls für Arbeitsorganisation und -gestaltung (Prof. Dr. Heiner Minssen) und zwischen August 2009 und Mai 2010 vom Deutschen Schwerhörigenbund (DSB e.V.) als Weiterbildung für Berufsrückkehrer und Arbeitslose aus Bochum und Umgebung erstmalig erprobt.
Der ini.KAB-Ansatz basiert auf Ergebnissen von über 40 qualitativen Experteninterviews mit hörgeschädigten Berufstätigen mit und ohne Assistenzerfahrung, bereits tätigen Arbeits- und Kommunikationsassistenten sowie mit Experten und Akteuren aus Forschung und Praxis. Die Weiterentwicklung erfolgte während  der Erprobung durch den DSB auf der Basis von Evaluationsergebnissen.

Die Schwerpunkte der 9-monatigen Weiterbildung auf Teilzeitbasis im Überblick:

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Das Curriculum zum ini.KAB-Ansatz inklusive begleitender Dokumente steht nun Bildungs- und Qualifizierungsträgern kosten- und lizenzgebührenfrei zur Verfügung. Es wurde bereits während der Modellphase erfolgreich AZWV-zertifiziert. Das Qualifizierungskonzept richtet sich an Träger mit langjähriger Erfahrung im Bereich der Weiterbildung und der arbeitsmarktlichen Reintegration  von Berufsrückkehrern und (Langzeit-)Arbeitslosen. Empfohlen werden bereits bestehende institutionelle und personelle Verbindungen zu Pädagogen, Dolmetschern und Trainern aus der Bildungslandschaft für lautsprachlich orientierte Hörgeschädigte.

Für Fragen rund um das ini.KAB-Qualifizierungskonzept stehen wir Bildungs- und Qualifizierungsträgern gerne zur Verfügung:

Caroline Richter, M.A.
Ruhr-Universität Bochum, Institut für Arbeitswissenschaft
Lehrstuhl für Arbeitsorganisation und Arbeitsgestaltung
Universitätsstraße 150
44780 Bochum
Tel. +49 (0)234 32-27733
Fax +49 (0)234 32-14118
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Das Modellprojekt „ini.KAB“ wurde unter Leitung der Unternehmensberatung büscher kuntscher piorr GbR aus Bochum durchgeführt. Als Entwicklungspartner waren der Deutsche Schwerhörigenbund e.V. mit Sitz in Berlin und der Deutsche Schwerhörigenbund Landesverband NRW e.V. in Münster, die  für die Durchführung der Qualifizierung verantwortlich waren, sowie die Schwerbehindertenvertretung, Zentrale Ausbildung, Organisations- und Personalentwicklung der Ruhr-Universität Bochum beteiligt.
Besonderer Dank gilt der freundlichen Unterstützung durch die Mittelgeber, ohne die die Entwicklung des ini.KAB-Ansatzes nicht möglich gewesen wäre: Im Namen der Entwicklungspartner danken wir dem Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales (MAGS) NRW und den Europäischen Sozialfonds (ESF).

Interviews und Erfahrungsberichte

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Interview mit ini.KAB-Teilnehmenden, Oktober 2009

 

Fallstudie

 

 

Erprobung von Assistenz nach dem ini.KAB - Ansatz zur Umsetzung der Behindertenkonvention an Hochschulen

Ruhr-Universität Bochum 04. - 09.2011

www.die-kab.de